Kernprozesse, Kennzahlen, Digitalisierung — kaum jemand bringt die drei zusammen

21. Juli 2026
by Karina · Video-Nachlese

Die meisten machen es dann, wenn sie gar nicht mehr anders können. Erst wenn der Engpass da ist, die Reklamationen zunehmen oder eine Schlüsselperson kündigt, setzen sie sich überhaupt mit ihren Prozessen auseinander.

Und selbst dann bleibt es meistens Stückwerk. Ich habe aus meiner bisherigen Erfahrung kaum ein Unternehmen gesehen, das Kernprozesse, Kennzahlen und Digitalisierung wirklich zusammengebracht hat.

Dabei gehören die drei zwingend zusammen, und zwar in dieser Reihenfolge.

Die Kernprozesse sagen, womit das Unternehmen sein Geld verdient — nicht alle Prozesse, sondern die Handvoll, die den Kundennutzen erzeugen. Die Kennzahlen sagen, ob diese Prozesse tun, was sie sollen: Wie lange dauert es, wo bleibt etwas liegen, was kostet ein Fehler. Und die Digitalisierung setzt an genau der Stelle an, die durch die Zahlen sichtbar geworden ist.

Was ich stattdessen oft antreffe, ist ein Tool, das gekauft wurde, weil es an einer Messe gut aussah. Es misst dann fleissig irgendetwas, und dieses Irgendetwas hat mit dem eigentlichen Engpass nichts zu tun. Der Prozess dahinter wurde nie beschrieben, also wurde er auch nicht verbessert — er wurde nur schneller falsch gemacht.

Der pragmatische Einstieg ist nicht gross: Schreib die fünf bis sieben Kernprozesse auf eine Seite. Leg für jeden eine einzige Kennzahl fest, die du auch wirklich erheben kannst.

Kernprozesse, Kennzahlen, Digitalisierung – bringt es zusammen, es wird Zeit.

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