25. April 2026
by Karina · Video-Nachlese
Ich habe oft das Gefühl, dass Betriebe noch im Büro der 90er-Jahre unterwegs sind. Sie arbeiten immer noch mit Excel und Word für fast alles. Das ist einerseits beeindruckend — diese Werkzeuge haben sich so tief eingeprägt, dass sie zum Reflex geworden sind. Andererseits kommen viele aus diesem Kreislauf nicht mehr heraus.
Man sieht es an konkreten Stellen: an der Erstellung von Angeboten, die von Hand in Word zusammengeklickt werden. An Excel-Tabellen, die eigentlich ein ERP-System bräuchten. Es funktioniert ja — irgendwie. «Wir machen es immer noch auf die alte Art.» Nur wird die alte Art irgendwann überholt, und der Abstand zu dem, was möglich wäre, wächst leise.
Das ist keine Schuldfrage. Excel und Word sind nicht das Problem; das Problem ist, dass niemand die Zeit und Musse findet, sich einmal grundsätzlich damit auseinanderzusetzen. Genau das ist aber nötig: sich hinsetzen und hinschauen, wo die alte Art zur Bremse geworden ist.
Nicht alles muss neu. Aber man sollte wenigstens wissen, wo man aus Gewohnheit langsamer ist, als man sein müsste.
Excel und Word sind nicht das Problem — das Problem ist, nie zu prüfen, ob es noch die richtige Art ist.