08. März 2026
by Karina · Video-Nachlese
Wenn man nie klar definiert, wo man steht, weiss man auch nicht, wohin man will. Das klingt banal, ist aber der häufigste blinde Fleck — gerade bei der Digitalisierung.
Eine Digitalisierungsstrategie heisst in vielen Betrieben nämlich nur: «Wir brauchen digitale Tools.» Dazu ein paar schöne Sätze — wir wollen digitaler werden, wir wollen agiler werden — und dann ist Schluss. Absicht vorhanden, Richtung angedeutet, aber kein Weg dorthin.
Denn was fehlt, ist der unspektakuläre Teil: das Gewollte in konkrete Massnahmen herunterzubrechen. Wer nicht sagt, wer bis wann was macht und woran man den Fortschritt erkennt, hat kein Ziel, sondern einen Wunsch. Und Wünsche bringen keinen Betrieb dorthin, wo er hinwill.
Der ehrliche erste Schritt ist deshalb keine Vision, sondern eine Standortbestimmung: Wo stehen wir wirklich? Erst von dort aus lässt sich ein Weg zeichnen — und in Massnahmen übersetzen.
Ohne Standortbestimmung ist jede Strategie nur ein schöner Satz.